Warum haften die Druckebenen nicht aneinander oder brechen sie?
Eine zu schwache Haftung zwischen den Schichten führt zu einer Schwächung des Modells und in der Folge zu dessen Bruch. Mögliche Ursachen hierfür sind:
Zu niedrige Drucktemperatur
Wenn bei einer zu niedrigen Temperatur gedruckt wird, kühlt das Polymer zu schnell ab, wodurch sich die einzelnen Schichten des Modells nicht fest miteinander verbinden können. Eine Erhöhung der Drucktemperatur um einige oder ein Dutzend Grad verbessert die Ergebnisse.
Zu starker Luftstrom
Eine zu starke Kühlung führt ebenfalls zu einer Schwächung der Verbindungen zwischen den Schichten. Bei Filamenten wie PET-G, ABS, ASA, Nylon und CPE HT wird empfohlen, die Luftdruckstärke auf ein Minimum zu reduzieren und den Luftstrom nach Möglichkeit ganz auszuschalten (sofern die Modellgeometrie dies nicht erfordert, z. B. bei Überhängen und Brücken).
Fehlende geschlossene Kammer
PLA und darauf basierende Filamente lassen sich problemlos auf fast jedem 3D-Drucker drucken. Bei vielen Materialien, die eine höhere Temperatur erfordern, wie z. B. ABS oder Nylon, kann es jedoch notwendig sein, geeignete Bedingungen zu schaffen, um ein widerstandsfähiges Modell zu erhalten. Von größter Bedeutung ist dabei, den Druck vor kühlen Luftströmen (z. B. Klimaanlage, offenes Fenster) zu schützen und während des gesamten Druckvorgangs eine konstante Umgebungstemperatur zu gewährleisten, um ein Schrumpfen der mittleren Bereiche des Modells zu vermeiden.
Zu dicke Schicht
Die Schichthöhe hat einen entscheidenden Einfluss auf die Druckgeschwindigkeit des Modells. Wenn man jedoch einen zu hohen Wert für diesen Parameter einstellt, kann es dazu kommen, dass die nachfolgenden Schichten nicht mit ausreichender Kraft in die vorherigen „gedrückt“ werden. Es gilt als Richtwert, dass das richtige Verhältnis zwischen dem Durchmesser der verwendeten Düse und der Schichthöhe etwa 1,25 betragen sollte. Das bedeutet, dass bei einer 0,4-mm-Düse die Schichthöhe 0,32 mm nicht überschreiten sollte.
